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gegründet 1925 in Tüßling

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    Willkommen beim Verein für Gartenbau und Landespflege Tüßling-Teising und Umgebung e.V.

    eine gemeinnützig anerkannte Organisation stellt sich vor...

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Unser Verein unterhält in den Gemeinden Tüßling und Teising Streuobstbestände. Wir pflanzen nur die "alten" Sorten, welche heute zum Teil schon vom Aussterben bedroht sind. Unseren Lehrobstgarten finden Sie unmittelbar neben der Kirche Burgkirchen am Wald. Die Kirche ist dank ihres erhöhten Platzes weithin sichtbar. Folgen Sie der Beschilderung "Lehrobstgarten" in Fahrtrichtung Unterneukirchen/Trostberg.

Geschichte:
im Jahre 1937 wurde durch Herrn Pfarrer Heinrich Eibl in Burgkirchen am Wald ein Pfarrobstgarten angelegt. Seit 1995 hat unser Verein die Anlage gepachtet. Es wurden insgesamt 39 hochstämmige Obstbaumsorten gepflanzt. Bei der Sortenwahl wurde bewusst auf die Auswahl von “alten” Sorten wert gelegt. Heute dient uns die Anlage als Anschauungsmodell, für Schnittkurse und der Verwertung des Obstertrages in Form von Most und naturtrüben Apfelsaft.

Was ist Streuobst?
Im Streuobstanbau vereinen sich Naturschutz und ökologische Landnutzung. Streuobstbau bedeutet heute Hochstamm-Obstbau ohne Verwendung synthetischer Behandlungsmittel wie Pestiziden oder Mineraldünger. Ein Obstbaum ist dann ein Hochstamm, wenn die ersten Äste frühestens ab 1,80 Meter Höhe anfangen.Charakteristisch am Streuobstbau ist auch die Vielfalt der Obstarten und die noch viel größere Vielfalt lokaler Obstsorten, mindestens 3000 alleine in Deutschland.

Geheimrat Dr. Oldenburg

Streuobstwiesen bieten über 5000 Tierarten eine Heimat. Der Streuobstbau ist in jeder Hinsicht das Gegenteil des Plantagen-Obstbaus mit seinen Niederstämmen, Monokulturen, hohem Mitteleinsatz im Pflanzenschutz und geringer biologischer Vielfalt. Mit der Nutzung des Wiesenmahdgutes zur Stalleinstreu - wie bei sauren Streuwiesen - hat die Bezeichnung " Streu" obstwiese übrigens nichts zu tun. Der Begriff bezieht sich auf die lockere, zerstreute Stellung der Obstbäume im Gegensatz zur Obstplantage in engem Reih und Glied. Streuobstbau ist eine traditionelle, faszinierende und landschaftlich sehr reizvolle Kulturform. Seine Anfänge reichen in die Urzeit zurück, als Wildformen von Apfel, Birne, Süßkirsche, Pflaume und Walnuss genutzt wurden. Die Römer brachten den Obstbau mit Kulturformen nach Süddeutschland. Damals entstanden erste Obstgärten am Rande der Siedlungen.
Im 18. und 19. Jahrhundert erfolgte die weitere Ausbreitung in klimatisch günstigen Gebieten. Obstbaumpflanzungen wurden entlang von Wegen, an Äckern und in Weinbergen vorgenommen. Zunächst gab es regelrechte "Baumäcker" mit zusätzlichem Anbau von Getreide und Hackfrüchten unter den Obstbäumen.