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Streuobstwiesen bieten über 5000 Tierarten eine Heimat. Der Streuobstbau ist in jeder Hinsicht das Gegenteil des Plantagen-Obstbaus mit seinen Niederstämmen, Monokulturen, hohem Mitteleinsatz im Pflanzenschutz und geringer biologischer Vielfalt. Mit der Nutzung des Wiesenmahdgutes zur Stalleinstreu - wie bei sauren Streuwiesen - hat die Bezeichnung " Streu" obstwiese übrigens nichts zu tun. Der Begriff bezieht sich auf die lockere, zerstreute Stellung der Obstbäume im Gegensatz zur Obstplantage in engem Reih und Glied. Streuobstbau ist eine traditionelle, faszinierende und landschaftlich sehr reizvolle Kulturform. Seine Anfänge reichen in die Urzeit zurück, als Wildformen von Apfel, Birne, Süßkirsche, Pflaume und Walnuss genutzt wurden. Die Römer brachten den Obstbau mit Kulturformen nach Süddeutschland. Damals entstanden erste Obstgärten am Rande der Siedlungen. Im 18. und 19. Jahrhundert erfolgte die weitere Ausbreitung in klimatisch günstigen Gebieten. Obstbaumpflanzungen wurden entlang von Wegen, an Äckern und in Weinbergen vorgenommen. Zunächst gab es regelrechte "Baumäcker" mit zusätzlichem Anbau von Getreide und Hackfrüchten unter den Obstbäumen.
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